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Quartierverein Wipkingen |
Es ist schon sehr laut in Wipkingen, aber..
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Tages Anzeiger Samstag 10. November 2007 Jugend und Verkehr in Wipkingen» war das Thema im GZ Buchegg. Zu sehen und hören bekam die Jugend jedoch nur streitende Politiker.
Das Publikum gab ihr recht und applaudierte laut. Doch die drei Politiker - der frisch gebackene Nationalrat der Grünen, Bastien Girod, FDP-Gemeinderätin Claudia Simon und SP-Kantonsrat Ueli Keller - stritten unbeirrt weiter. Schnell soll es vor allem gehen Dabei hatte alles so schön begonnen. Der Saal des GZ Buchegg füllte sich mit Jugendlichen aus dem Quartier, die sich und ihre Kameraden im selbst gedrehten Kurzfilm «Rosen? Garten? Strasse!» sehen wollten. Dazwischen sassen gut 30 Anwohner, die ab der ambivalenten Jugend n Film nicht schlecht staunten. Denn die Quintessenz des Films war: «Eigentlich stört uns der Verkehr nicht. Es ist zwar schon sehr laut, aber es fahren hier auch viele schöne Autos rauf und runter.» |
Alt und Jung
wurde zur Rosengartentrasse befragt. Einige schüttelten den Kopf und
wünschten die Verkehrslawine um Teufel und andere suchten nach
Verbesserungsvorschlägen. Und der Hauswart des Schulhauses Nordstrasse
wusste von wahrhaftigen Rosengärten, die hier früher angelegt worden seien. Moderiert wurde die anschliessende Podiumsdiskussion von Röbi Koller, der (man staune) auch an der Rosengartenstrasse wohnt. Jedoch am verkehrsarmen «Stumpf», der unterhalb der Kirche Wipkingen im spitzen Winkel von der Westtangente wegführt. Souverän bezog Koller die Jugendlichen immer wieder in die Diskussion mit ein, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass die jungen Quartierbewohner den Raum schon bald scharenweise verliessen. Mit Ausdrücken wie «flankierende Massnahmen», «Initiative» oder «Interaktion» wurden sie von den politischen Vertretern geradezu verjagt. Diese waren sich im Grunde einig: So wie jetzt kanns mit der Rosengartenstrasse nicht weitergehen. Bei den Lösungsvorschlägen gingen aber die Meinungen weit auseinander. Claudia Simon will einen Tunnel vom Bucheggplatz bis zum Toni-Areal, während Bastien Girod und Ueli Keller nebst einer Reihe von Massnahmen vor allem Fussgängerstreifen und Velospuren verlangen. Die Verliererin des Abends war indes die Demokratie. Sie ist Schuld, dass
das Hauptanliegen der Jugendlichen nicht erfüllt werden kann. «Wie lange
dauert es denn, bis endlich etwas passiert?», war nämlich deren
meistgestellte Frage sowohl im Film als auch in der
Podiumsdiskussion. |
Die Politiker wussten es nicht und schoben sich
stattdessen gegenseitig; die Schuld für die Misere zu.
Für Bastien Girod ist die FDP am Bau der Westtangente Schuld. Claudia Simon warf den Linken Verhinderungspolitik vor (Nein zum Tram Zürich-West). Ueli Keller machte es den Jugendlichen auch nicht einfacher. Es sprach derart verdichtet, dass sie nicht einmal mehr Bahnhof verstanden. Dafür vergnügten sie sich an Girods Grimassen. und polemischen Unterbrüchen während Simons Erklärungsversuchen. Immerhin
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