| Rose-Marie Nietlisbach,
Präsidentin, eröffnete die 3. Generalversammlung mit etwas Verspätung, da
der Ansturm der Pächter und Pächterinnen zu einem regelrechten Stau am
Eingang geführt hatte.
Nach
der Begrüssung, der Wahl der Stimmenzähler und der Abnahme des Protokolls
der 2. GV vom 18. Januar 2008 informierte Max Dell'Ava, Arealchef Käferberg
und alte Waid die Mitglieder über die neu in Kraft gesetzte
Kleingartenordnung.
Stacheldraht
zur Abgrenzung untersagt
Witzig trug er vor, was erlaubt und was nicht erlaubt
ist. So ist zum Beispiel die Verwendung von Stacheldraht zur Abgrenzung
untersagt, auch wenn einem der Nachbar nicht passt! Die von Grün Stadt
Zürich erlassene Kleingartenordnung (KGO) vom 1.12.2008 setzt sich für
gesunde Gartenprodukte und einen gesunden Boden ein. Sie regelt den Umgang
mit der Umwelt und den Nachbar und fördert die Lebensräume für Tiere und
Pflanzen.

Asbest und Teersanierung nötig
Hans Rohner, Arealchef Emil-Klöti und Müseli, wies
darauf hin, dass die Gartenhäuser wenn immer möglich abzuschliessen seien,
da wiederholt eingebrochen wurde. Gefrorene Wasserfässer und das Jäten der
gemeinsamen Wege lagen ihm ebenfalls am Herzen. Die asbestbelasteten
Eternitdächer müssen bis 2015 saniert sein, Grün Stadt Zürich richtet dafür
eine finanzielle Unterstützung aus. Teerbelastete Eisenbahnschwellen sind
nicht mehr für Abstützungen zugelassen.
Bodenschutzstiftung gegründet
Im Jahresbericht 2008 erfuhren die Zuhörer, dass eine
Bodenschutzstiftung gegründet wurde. In diese Stiftung bezahlen alle Pächter
in der Stadt Zürich jährlich 30.- Fr. ein. Damit werden Bodenproben und
Analysen bezahlt. Die Stiftung beteiligt sich anschliessend an den
allenfalls notwendigen Sanierungen. Seit August 2008 haben alle Pächter nun
einen individuellen Pachtvertrag für ihre Kleingartenparzelle erhalten. Die
von der Stadt Zürich vorgegebenen Bestimmungen sehen vor, dass nur noch
Pächter mit Wohnsitz in der Stadt Zürich zugelassen werden dürfen. Dies hat
leider zu einigen Kündigungen geführt.
Feuerbrand auch in den Familiengärten
Im
2008 mussten wegen der hohen Ausbreitungsgefahr von Feuerbrand einige
befallene Bäume in den Familiengartenarealen gefällt und entsorgt werden.
In
die Infrastuktur investierte der Verein erheblich: Neue WC Anlagen,
Sanierungen einzelner Wasserleitungen, neue Abfallcontainer, neue Zäune zur
Sicherung steiler Bords. |
Einzelne Parzellen
regelmässig überschwemmt
Einige Parzellen im Käferberg sind regelmässig
überschwemmt. Noch ist die Ursache nicht gefunden. Es wird sogar in Betracht
gezogen, dass daran die Offenlegung des Wolfgrimmbachs Mitschuld sein
könnte. Der Vorstand erwartet im 2009 erhebliche Kosten für die Ergründung
der Ursache und die Sanierung.
Gartenareale wieder gefragt
Im
2008 verzeichnete der Verein 61 neue Pächterinnen und Pächter. Einen eignen
Kleingarten zu bewirtschaften und zu geniessen ist scheinbar wieder
beliebter.
Gemütlichkeit gefragt
Höcklibetreuerin Aline Scholz bleib den Beweis nicht
schuldig, dass die Freizeit Gärtner gesellig sind.
Drei
mal wurde Fondue gegessen, einmal organisierte die griechischstämmige
Gärtnergemeinschaft vom Waidberg einen griechischen Abend, bei dem ausgiebig
griechische Spezialitäten - und natürlich Uzo - verkostet wurde. Das
Gartenfest und die Metzgete waren gut besucht. Das Höckli eignet sich
ausgezeichnet für private Feste der PächterInnen und wird für 100.- Fr.
vermietet. Neu steht eine Abwaschmaschine zur Verfügung. Drinnen haben 30
Personen Platz, draussen gibt's genug Stühle, Bänke und Sonnenschirme für
alle. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Kinderspielplatz, darum haben
2008 auch einige Kindergeburtstage stattgefunden.

Neu: Besenbeiz Lizenz erhalten - Spaziergänger
profitieren
Neu ist für die Gartenfeste Beni Locher, Chef
Materialhütte verantwortlich. Für 2009 liegt nun eine Lizenz für den Betrieb
eine Besenbeiz vor. Somit können neu auch die zahlreichen durstigen
Spaziergänger verpflegt werden. Am 27.6 und am 4.7 steigen die Gartenfeste
in den Arealen. Das Jassturnier vom November 2008 soll wiederholt werden.
41'000.-
Fr Betriebsgewinn 2008
Kassier und Vizepräsident Marcel Kreuzer vermeldete
für 2008 einen beachtlichen Betriebgewinn. Dieser kam allerdings dadurch zu
Stande, weil anstatt der budgetierten 108'000.- Fr. für anstehende
Unterhaltsarbeiten nur rund 30'000.- Fr. ausgegeben werden konnte. Begründet
wurde dies damit, dass die Kleingartenordnung (KGO) erst auf den 1.12.2008
in Kraft gesetzt wurde. |

Für 2009 erwartet der Verein, wie bereits angedeutet,
Ausgaben in der Höhe von 60'000.- für die Wassersanierung. Das
Vereinsvermögen beträgt nun stolze 364'000.- Fr, bei Einnahmen von 357'000.-
Fr und 317'000.- Fr für 2008.
Revisor Toni Jäger schlägt vor die Rechnung zu
genehmigen.
Familiengartenverein Wipkingen neu steuerbefreit
Aktuar
Heinz Rutishauser schlägt die Änderungen von drei Artikeln der Statuten vor.
Damit der Verein steuerbefreit werden kann, muss im Artikel 10. neu vermerkt
sein, dass die Vorstandsmitglieder und Funktionäre ehrenamtlich tätig sind.
Im Artikel 22 wird das Vereinsvermögen bei Auflösung des Vereins dem
Dachverband zugesprochen. Im Artikel 5 wird den Mitgliedern die Pflicht
erlassen, eine private Haftpflichtversicherung für das Kleingartenareal
abzuschliessen. Dies übernimmt nun die Bodenschutzstiftung.
Alle Kandidierenden wiedergewählt
Alle
bisherigen Vorstandsmitglieder werden per Akklamation wiedergewählt.
Rose-Marie Nietlisbach wird ebenso glanzvoll als Präsidentin wiedergewählt.
Sie freut sich auf den Austausch mit den Pächterinnen und Pächtern und auf
die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Partner Grün Stadt Zürich - auch
wenn es manchmal nicht einfach ist - macht ihr die Arbeit grossen Spass.
Die
Vorstandsmitglieder bedanken sich mit einem Blumenstrauss für die
Unterstützung bei ihren Lebenspartnern.
 
Hans Balmer, Grün Stadt Zürich erhält den
Familiengartenhasen
Für
die gute Zusammenarbeit erhält der Vertreter von Grün Stadt Zürich, Hans
Balmer, den speziell angefertigten Familiengartenhasen mit
Rüeblischubgarette.
En Gute!
Die nächste Generalversammlung findet am 22. Januar
2010 statt. |