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Quartierverein Wipkingen |
Skepsis in Wipkingen wegen Silo-Hochhaus
Tagesanzeiger,
17.6.2009, Beat Metzler
Das geplante Silo-Hochhaus von Swissmill wirft seinen Schatten bis auf die
Badi Unterer Letten, bewahrt aber den Kreis 5 als Industriestandort.
| Als
«megaloman» bezeichnet Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen,
das geplante 110 Meter hohe Silo von Swissmill (TA von gestern). Es wird das
zweithöchste Hochhaus von Zürich, wenn nicht gar der Schweiz werden. An der
Präsentation am Montagabend seien einige Besucher vor Überraschung «fast vom
Stuhl gefallen», sagt Weder. «In der Ankündigung war von einer Aufstockung
die Rede. Das ist sehr verharmlosend.» Der Quartierverein Wipkingen sieht vor allem zwei Probleme: den Schattenwurf und den Lärm. Bei der Präsentation habe die Berechnung des Schattens gefehlt. Eine solche hat der Quartierverein nun selber erstellt. «Unter anderem wird im Sommer viel Schatten auf die Badi Unterer Letten fallen», sagt Weder. Zudem litten die Anwohner schon jetzt unter dem Lärm des Swissmill-Betriebs. «Auch hier werden wir Messungen vornehmen. Und abklären, ob es noch lauter wird.» Weder kritisiert weiter, dass man Wipkingen nicht in die Planung miteinbezogen habe. Und er zweifelt, ob ein 110 Meter hohes Silo im Zentrum der Stadt stehen müsse. |
Der
Stadtrat beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. «In den Strategien
Zürich 2025 hat der Stadtrat festgehalten, dass er die Industrie auf
Stadtgebiet fördern will», sagt Andrea Holenstein, Sprecherin des
Hochbaudepartements. Swissmill ist neben Man Turbo der letzte produzierende
Betrieb, der vom einst stolzen Industrieplatz Kreis 5 übrig geblieben ist.
Für Holenstein macht es ästhetisch zwar einen Unterschied, ob im Turm Korn
gelagert wird oder Menschen wohnen. «Unsere Richtlinien verlangen von
Hochhäusern aber eine speziell gute Gestaltung. Gemäss des Baukollegiums ist
eine solche auch in diesem Fall gegeben.»
Swissmill verpflichtet sich für Zürich |
Die
Aussicht von Wipkingen auf die Stadt wird sich in den nächsten Jahren stark
verändern. Entlang der Limmat sind mehrere Hochhäuser geplant. «Immerhin ist
der Kleeblatt-Turm gestorben», sagt Weder. «Sein Schatten hätte den
Wipkingerpark stark beeinträchtigt Schattenfilme: |