Quartierverein Wipkingen

4. Generalversammlung des Familiengartenverein Wipkingen
Freitag, 22. Januar 2010, reformierter Kirchgemeindesaal, Rosengartenstrasse 1, 8037 Wipkingen

Zur 4. Generalversammlung des Familiengartenvereins erschienen 258 Familiengärtner und Familiengärtnerinnen. Stimmberechtigt waren 162 Pächter und Pächterinnen.

Präsidentin Rose-Marie Nietlisbach, Materialhüttenchef Beni Locher, Höcklibetreuerin Aline Scholz, Aktuar Hans Rutishauser, Kassier Marcel Kreuzer, die Arealchefs A. Dell'Ava, H. Rohner und R. Widmer berichteten über die Tätigkeiten im vergangenen Gartenjahr.

Der Vorstand behandelte 2009 an insgesamt 13 Sitzungen die anstehenden Geschäfte und setzte sich mit Herz für die Anliegen seiner 723 Pächter und Pächterinnen auf den 23 bewirtschafteten Arealen ein.

Gelebte Integration

FamiliengärtnerInnen aus 17 Nationen gehen respektvoll miteinander um - das ist die viel geforderte und hier täglich gelebte Integration!

Präsidentin Rose-Marie Nietlisbach wies darauf hin, dass es ursprünglich die "Gastarbeiter" waren, die Kiwi, Feigen, Artischocken und Peperoni in die Gärten brachten und damit unseren Speiseplan bereicherten.

Grosse Nachfrage nach Familiengärten

44 neue Pächter stiessen 2009 zum Verein und 117 stehen neu auf der Warteliste für einen eigenen Familiengarten. Das Interesse ist nach wie vor gross, einen eigenen Garten und damit ein kleines Stück Erholungsraum nutzen zu können. Durch die immer stärker verdichteten Bebauung der Stadt steigt dieses Bedürfnis in nachvollziehbarer Weise an.

Naturnahes Pflanzen: UNO stellt das Jahr unter das Motto der Biodiversität

Die PächterInnen sind aufgerufen, ihre Gärten möglichst naturnah zu bepflanzen. Nach der geltenden Kleingartenverordnung soll man daher auf exotische Pflanzen wie den Sommerflieder oder die Kirschlorbeere verzichten.

Baustopp! Arealpläne immer noch pendent

Grün Stadt Zürich ist daran, die Arealpläne für die Gärten zu erstellen. Bis sie in Kraft sind, gilt ein absoluter Baustopp! Der Verein hofft, dass sie bis Ende 2010 publiziert werden können. Soviel ist bereits schon bekannt: Für Tomatenhäuser (2 x 2 m) benötigt man neu eine Baubewilligung - für Gewächshäuser mit einer Grundfläche von 6 m2 ebenfalls! Dies empfand, der als Gast anwesende, höchste Zürcher, der Gemeinderatspräsident Robert Schönbächler als ziemlich eigenartig: Die Geschäfte im Gemeinderat seien schon genug kompliziert, aber auf den Gartenarealen scheinbar noch viel komplexer.

 

Auswärtige GärtnerInnen müssen Pachtvertrag künden. Ausnahmebewilligungen sind möglich.

Die Kleingartenverordnung der Stadt Zürich schreibt vor, dass die Gärten nur noch für in der Stadt wohnende Personen zu mieten sind. Alle anderen PächterInnen müssen daher ihren Arealpachtvertrag künden. Der Familiengartenverein bedauert dies, ist aber als Partner von Grün Stadt Zürich gezwungen, sich an diese "Vorschriften" zu halten. In begründeten Härtefällen kann Grün Stadt Zürich auf Gesuch hin Ausnahmebewilligungen erteilen. Die Pächter müssen allerdings einen um Fr. 200.00 höheren Pachtzins in Kauf nehmen.

Räumung Gartenareal "Alte Waid"

Die Baugenossenschaft des Eidgenössischen Personals beabsichtigt die Personalhäuser beim Waidspital abzubrechen und Familienwohnungen darauf zu erstellen. Die 13 Familiengärten müssen daher bis Ende 2011 geräumt werden.

Dieses Jahr dürfen sie noch bewirtschaftet werden. Der Vorstand des Familiengartenvereins lädt die betroffenen Pächter am 13. März 2010 zu einer Informationsveranstaltung ein. So wie es heute aussieht, müssen die Pächter die Kosten selber tragen.

Feuerbrand im Griff

Einige Bäume auf den Arealen mussten vergangenes und letztes Jahr gefällt werden, da sie von der hoch ansteckenden Feuerbrandkrankheit befallen waren. Nun wurde der Baumbestand kürzlich mit einem Experten überprüft. Sämtliche verbliebenen Bäume sind gesund - somit ist nicht mit weiteren Rodungen zu rechnen.

Garten Sanierungen im Gange

32 Mulden voll unbedenklichem Bauschutt wurde letztes Jahr auf Vereinskosten entsorgt. Alte, belastete Eisenbahnschwellen müssen neu von den Pächtern entsorgt werden. Sie enthalten Giftstoffe die nicht mehr toleriert werden. Asbesthaltige Dächer können unverändert belassen werden, solange nichts an ihnen verändert wird. Wenn sie entsorgt werden, so dürfen sie nicht zersägt oder anderweitig bearbeiten werden, weil dann lungenwirksame Fasern freigesetzt werden, die die Gesundheit stark beeinträchtigen. Sie müssen daher komplett in einem Stück entsorgt werden. Grün Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 300.00 an der Entsorgung durch die Firma Debag.

Steigender Kupferpreis lockte Diebe an

Da der Kupferpreis im vergangenen Jahr stark angestiegen ist, wurden zahlreiche Kupfer-Gartencheminée Hüte aus den Gartenarealen von Dieben gestohlen und zu Geld gemacht. Verschont blieben einzig PächterInnen mit Cheminées aus Beton.

Eigene Familiengarten-Website aufgeschaltet

Auf www.fgzw.ch sind sämtliche Infos des Familiengartenvereins Wipkingen neu zugänglich. Alle Termine, Kontakte und vieles mehr finden sich hier.

Lizenzierte Besenbeiz im Trend

Das Höckli wurde letztes Jahr 25 mal für Feste vermietet. 30 Personen finden bequem darin Platz. Für Fr. 100.00 können es die PächterInnen mieten. Eine Geschirrwaschmaschine, Tische, Festbänke, Geschirr und Sonnenschirme stehen zur Verfügung. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem der Kinderspielplatz. Der Fondueplausch, die Metzgete oder das Jassturnier fanden regen Zuspruch.
Die Besenbeiz steht allen Spaziergängern auf dem Käferberg zur Verfügung! Der Familiengartenverein freut sich über zahlreiche Besucher!