Quartierverein Wipkingen

Keine Rosen am Rosengarten, aber ein Tram!

8. März 2007 Das Komitee Pro Waidhaldetunnel informierte vor rund 30 Gästen, wie sich die Rosengartenstrasse (und ganz Zürich) bis 2025 verändern wird. Armin Huber von der VBZ stellte die neue Tramlinie 16 vor.

Rund 30 Interessierte  wohnten der Veranstaltung bei.

Kantonsrätin Carmen Walker Späh skizzierte kurz den Leidensweg «Rosengartenstrasse».

1972 wurde die neue Westtangente eröffnet – wohlgemerkt als «Provisorium». Der versprochene Rückbau fand aber nie statt. Seither bemühten sich immer wieder verschiedene Gruppierungen, den Notstand zu lindern. 2007 liegt jetzt ein konkretes Konzept auf dem Tisch, das auch im Kantonsrat mehrheitsfähig ist.

Walker Späh bezeichnete die Rosengartenstrasse als Stadtautobahn, ähnlich wie der Rosenbergtunnel in St. Gallen, der das gleiche Verkehrsvolumen schluckt, nämlich rund 70'000 Autos pro Tag.

Das ist 3x soviel wie am Gotthard zu Ostern und 6x soviel wie der Tagesverkehr in Flüelen.

Es sind aber nicht Durchreisende – es sind die Zürcher/innen selber, die die Strassen verstopfen. Das liegt daran, dass Zürich boomartig wächst.

Im neuen Züri-Nord sind 90'000 Arbeitsplätze vorgesehen, in Züri-Süd (Kreise 2, 3, 4, 9) 110'000. Diese beiden Stadtteile sind so gross wie Bern, bzw. Aarau. Der Verkehr zwischen diesen beiden «Städten» wickelt sich über die Rosengartenstrasse ab!

Wir müssen damit rechnen, dass der Verkehr noch mehr zunimmt.

 

 

Politischer Leidensweg Rosengarten ab 1995

1995          Aufnahme des Waidhaldetunnels in den kantonalen Richtplan auf Antrag des Stadtrats (Variante kurz mit Tunnelportal am Wipkingerplatz)

1997          Das «Rosengartenforum» organisiert Sperrung: Volksfest auf der Hardbrücke

2002          Der Runde Tisch legt die Variante mittel vor: Tunnel führt unter die Limmat und kommt beim Förrlibuck ans Tageslicht

2003          Die IG Westtangente Plus organisiert die 2. Sperrung der Rosengartenstrasse

2004          Dringliches Postulat fordert Abklassierung Rosengarten

2005          1 Million Franken für eine Projektstudie: Die Variante (Einhausung Bahnviadukt beim Toni-Knoten) ang ist geboren. Man hält fest, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Kostenpunkt für Tunnel: 350 Millionen. Gerücht: Wegen Grundwasser könne man nicht unter der Limmat durchfahren.

2005          Anfrage wegen Grundwasser: Nein, es handelt sich eher um ein städtebauliches Problem.

2005          Aufnahme des Waidhaldetunnels im Agglomerationsprogramm

2006          WHT wird zum prioritären Verkehrsprojekt im Kanton ZH erklärt!

2007          WHT wird in den Verkehrsrichtplan aufgenommen
 

 

 

 

 

Verkehr am Rosengarten

Durchgangsverkehr              5 – 10 %

Ziel-/Quellverkehr                 60 – 70%

Binnenverkehr                       20 – 30%

Politisch ist das Problem sehr schwer zu lösen:

Die einen setzen auf eine allgemeine Verkehrsreduktion, die andern auf Stadtentwicklung. 2007 gibt es eine Mehrheit im Kantonsrat für einen Waidhaldetunnel. Mit dem Tunnel müssen wir aber darauf bestehen, dass der Rosengarten abklassiert wird – von einer Autobahn (offizielle Bezeichnung: «Hauptverkehrsstrasse» zu einer normalen «Verbindungsstrasse».

Im Kantonsrat wurde die Variante mittel bevorzugt: Das obere Tunnelportal liegt bei der Hirschwiesen, das untere beim Förrlibuck, wo die Strasse oberirdisch zur Toni Molkerei weiterführt.


Tram 16 vom Buchegg zum Albisriederplatz:

Armin Huber von der VBZ legte das Tramkonzept 2025 vor. Die VBZ befördert 40% mehr Fahrgäste als vor 25 Jahren. Der öV braucht 5x weniger Platz als der Individualverkehr. Der erwartete Zusatzverkehr soll mit dem öV aufgefangen werden. Jetzt ist der öV sternförmig konzipiert mit den Zentren Central und Bellevue.

Die neuen Stadtzentren Nord, West und Süd (Sihlcity) sollen aber direkt untereinander verbunden werden.

Tramkonzept 2025 

  • Tram 18 von Escher Wyss über Schiffbau, Pfingstweid bis zum Bahnhof Altstetten
  • Tram 16 vom Bucheggplatz über die Hardbrücke bis Albisriederplatz
  • Tram 17 von Seebach über Hardbrücke nach Züri-West bis Giesshübel
     

Das kostet zwar 600 – 800 Millionen (Rosengartentram 200 – 300 Millionen), und weitere 30 – 40 Millionen Betriebskosten pro Jahr. Die VBZ rechnet jedoch mit 40 – 45 Millionen zusätzlichen Einnahmen, sodass die Investition rentabel sein sollte.

Die Rosengartenstrasse ist zwar steil (9% Steigung), aber nicht zu steil: Wenn man das Trassee auf 7.7% Steigung nivelliert, ist das Tram gut machbar. Die Steigungen zum Zoo und zum Albisgüetli sind stärker.

Die Rosengartenstrasse bleibt also gleich breit wie heute, aber mit dem Wegfall von zwei Fahrspuren zugunsten des Trams (inkl. Haltestellen, Fussgängerstreifen) wirkt sie dann wesentlich menschenfreundlicher.

Kantonsrat Willy Furter fasste kurz zusammen und hielt fest: Ohne Tunnel gibt es kein Tram. Die Verbesserung an der Rosengartenstrasse hänge vital davon ab, dass es eine Entlastungsvariante gäbe.

Kantonsrat Lucius Dürr bemerkte, dass es gescheit wäre, den Wohnanteil in Zürich hoch zu halten, sonst würden die Pendlerströme noch mehr zunehmen.

Stimmen aus dem Publikum:

Herr Gujer hielt fest, dass man den Stadttunnel und den Waidhaldetunnel nicht miteinander vergleichen könne. Der Waidhaldetunnel sei eine Korrektur eines städtebaulichen Sündenfalls. Er dürfe nicht politisch ausgespielt werden…

Herr Limburg plädierte dafür,dass man mit diesem Städteboom-Wahnsinn endlich aufhören solle. Das Zentrum überlaufe sowieso schon. Gleichzeitig zögen die grösseren Firmen sowieso an die Peripherie und mieden die Innenstadt. Kraft Foods sei in Opfikon und nicht in der Zürcher City, die Büroräume der Price Waterhouse am Stampfenbach seien seit zwei Jahren nicht mehr vermietbar. Jetzt werde noch die letzte grüne Wiese verbaut, zum Beispiel in Höngg mit dem Rütihof, dabei sei der Meierhofplatz heute schon hoffnungslos überlastet.

Peter Schmid erinnerte daran, dass bei der Renovation des Tunnels Schöneich der Verkehr verschwunden sei. Der Bau weiterer Strassen/Tunnels etc. sei nicht zweckmässig. Mit gescheiten Massnahmen verschwinde der Verkehr.

Herr Guyer replizierte, dass er seit 37 Jahren an der Westtangente wohne und nicht an die Hokus Pokus-Verschwindibus-Strategie glaube.

Ein weiterer Gast hielt fest, dass bei mehreren Leuten immer mehrere Meinungen gäbe. Er bedanke sich herzlich beim Waidhalde-Komitee dafür, dass sich überhaupt eine Lösung abzeichne.

 

Der Quartierverein Wipkingen bedankt sich beim Komitee Pro Waidhaldetunnel und allen TeilnehmerInnen!


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Pressemitteilung vom 21. Juni 2005

Stellungnahme zum kantonalen Verkehrsrichtplan

Das Komitee PRO WAIDHALDETUNNEL fordert im Rahmen der öffentlichen Planauflage des kantonalen Verkehrsrichtplanes (bis 30. Juni 2005) in seiner heute der Post übergebenen Einwendung nachfolgendes:

1. Es sei das Ergebnis der Projektstudie Stadttunnel/Verkehr Zürich West gemäss Beschluss des Regierungsrates vom 30. März 2005 (präsentiert am 1. April 2005) in den derzeit öffentlich aufliegenden kantonalen Richtplan aufzunehmen und der Realisierungshorizont als kurzfristig zu bezeichnen. Dies bedingt unter anderem eine neue Linienführung des heute im Richtplan verankerten Waidhaldetunnels (lang statt kurz).

2. Es seien dabei beide Optionen eines Waidhaldetunnels im Richtplan vorzusehen, nämlich die unterirdische Variante (Unterquerung der Limmat) gemäss Vorschlag Runder Tisch „Verkehr Zürich West“ und die oberirdische Variante (Überquerung gemäss Beschluss der Regierung vom 30. März 2005).

3. Es seien die flankierenden Massnahmen zum Bau des Waidhaldetunnels vorzusehen, insbesondere die Abklassierung der Rosengartenstrasse zu einer Stadtstrasse mit den entsprechenden Aufwertungsmassnahmen.

4. Im Rahmen dieser flankierenden Massnahmen sei auch zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen ein teilweiser Abbruch (mit Ausnahme des Teiles über den Gleisen) der Hardbrücke möglich ist, so dass der Wipkingerplatz und der Escher-Wyss-Platz wieder unter freiem Himmel sind.

5. Es sei darauf zu achten, wie die Einbettung des Waidhaldetunnels ins übergeordnete Verkehrsnetz gut gelöst werden kann, wiederum begleitet von den entsprechenden flankierenden Massnahmen (z.B. Anschluss Duttweilerbrücke etc.).

6. Es sei der Waidhaldetunnel in den Sachplan Verkehr des Bundes aufzunehmen und im Rahmen der Agglomerationsprogramme dringlich zu behandeln.

Das KOMITEE PRO WAIDHALDETUNNEL hat sich zum Ziel gesetzt, den unhaltbaren Zustand an der Rosengartenstrasse/Westtangente durch den Bau eines Waidhaldetunnels als Entlas-tungstunnel zu beenden.

Dabei sind Ergebnisse der am 1. April 2005 von Stadt und Kanton präsentierten Studie Stadttunnel/Verkehr Zürich West grundsätzlich in dieses Richtplanver-fahren einzubeziehen. Aufgrund der vertieften Untersuchungen, die im Rahmen der Projekt-studie Stadttunnel/Verkehr Zürich West erfolgt sind, musste zur Kenntnis genommen wer-den, dass die ursprünglich favorisierte Variante „Runder Tisch“ des Waidhaldetunnels aus Grundwasserschutzgründen offensichtlich schwierig machbar ist. Der abschliessende Ent-scheid kann nach Auffassung des KOMITEES PRO WAIDHALDETUNNEL allerdings nur im Rahmen eines detaillierten Projektes definitiv beantwortet werden. Bis dato sind deshalb beide Optionen planerisch offen zu halten.

Dem Komitee PRO WAIDHALDETUNNEL gehören unter anderem folgende Organisationen / Parteien / Verbände an (alphabetisch)!

- Automobil Club der Schweiz, Sektion Zürich
- CVP Stadt Zürich
- EVP Stadt Zürich
- FDP Stadt Zürich
- FDP Kreispartei 10
- Gewerbeverband der Stadt Zürich
- Gewerbeverein Unter- und Oberstrass
- Gewerbe Wipkingen
- IG NEZ
- Quartierverein Unterstrass
- Quartierverein Wipkingen
- Touring Club Schweiz, Sektion Zürich
- Verein Grundeigentümer Zürich West
- Vereinigung Kulturmeile Hardbrücke


Mitteilung vom 14. Juni 2004

Sensation Waidhalde Tunnel wird konkret!

Schon Ende April hat der Kantonsrat das Postulat «Waidhaldetunnel» für dringlich erklärt. Nun wurde der politische Wille bestätigt: Der Regierungsrat hat den Auftrag, Zweckmässigkeit und Kosten eines Entlastungstunnels zwischen Zürich Nord und Zürich West zu prüfen.

Was da in würdigem Amtsdeutsch daher kommt, ist für den Kreis 10 eine verkehrspolitische Sensation:

Nach 32 Jahren mit unzähligen erfolglosen Vorstössen, internen Querelen und politischen Grabenkämpfen hat eine Allianz der FDP, CVP, EVP und SVP es nun geschafft, eine konkrete Lösung der Verkehrsprobleme an der Rosengartenstrasse in Aussicht zu stellen

Hier steht die:

Offizielle Pressemitteilung

des Kommitees pro Waidhaldetunnel

Gemäss einer Umfrage des Quartiervereins Wipkingen befürworten 77% der WipkingerInnen eine Tunnellösung und eine drastische Senkung des Verkehrs am Rosengarten.

 

Mit dem Bau des Waidhalde-Tunnels wird dieses Ziel endlich realistisch. Es ist nicht in Stein gemeisselt, dass wir noch 20 Jahre warten müssen. Wie die endgültige Lösung aussieht und wann sie zustande kommt, hängt davon ab, ob der Regierungsrat und die Mehrheit im Kantonsrat bereit ist, das vorgeschlagene Projekt zügig durchzuziehen.

Auch der Quartierverein Wipkingen bleibt aktiv: Im neu gewählten Ressort Verkehr wird derzeit geprüft, welche Massnahmen (zum Beispiel Nachtfahrverbot, Transitverbot) kurz- bis mittelfristig eine Erleichterung am Rosengarten bringen könnten. 

Ursula Wild, Quartierverein Wipkingen