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Quartierverein Wipkingen |
Wipkingerpark definitiv ohne Wolfgrimmbach 14.11.2008
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Ursprünglich hatte das ERZ mit der Genossenschaft Denzlerstrasse eine Lösung den Bach unter der Tiefgarage durchzuführen. Die Genossenschaft hätte sich auch an den Kosten beteiligt. Das Projektteam ist daraufhin mit dem Vorschlag zum AWEL (Kanton ZH). Die Abklärung hat damals ergeben, dass das AWEL nicht bereit ist, diese Lösung zu bewilligen. Öffentliche Gewässer können grundsätzlich nicht unter einer Tiefgarage geführt werden. Eine Bachführung auf der Tiefgarage wurde vom Projektteam und ERZ technisch geprüft, war aber aus Gründen der niedrigen Aufbauhöhe auf der Tiefgarage leider nicht möglich. |
Änderungen der
Tiefgaragendecke (z.B. Aussparungen, Anpassung Deckenhöhe) sind aus
finanziellen Gründen nicht verhältnismässig.
Rein stadtentwässerungstechnisch besteht auch keine Notwendigkeit den Wolfgrimmbach zu öffnen oder zu verlegen, da dieser bereits im Trennsystem (Meteorwasser, Abwasser) läuft. Den Bach an einer anderen Stelle zu führen und dort zu öffnen ist vom ERZ momentan nicht vorgesehen. Mit dem Bau des Wipkinger Parks wurde an kürzlich begonnen, eine Durchleitung durch den Park ist dort nicht mehr vorgesehen. Der Park wird im Frühjahr 09 fertig gestellt. Das GZ Wipkingen drängt auf die Fertigstellung des Parks und steht voll und ganz hinter dem Park, auch ohne Bach. Selbst wenn die Baugenossenschaft Denzlerstrasse bereit wäre, ein komplett neues Projekt auszuarbeiten, wäre die Zeitschiene der begrenzende Faktor. Eine Offenlegung nach Fertigstellung des Parks ist auf lange Jahre unrealistisch. |
Fazit: Eine Bachöffnung des Wolfgrimmbaches unterhalb der Limmattalstrasse erscheint aus heutiger Sicht leider nicht mehr möglich. Eine Öffnung des Wolfgrimmbaches entlang der Limmattalstrasse könnte im Rahmen der Gestaltung des Wipkingerplatzes vorgeschlagen werden. Die Limmattalstrasse ist dort sehr breit und könnte nach Abklärung aller verkehrstechnischen Belange platzmässig ausreichen. Für den Oerisbach in Wipkingen ist beim ERZ ein Projekt pendent. Dieses Projekt soll im Zusammenhang mit Umgestaltungsmassnahmen an der Limmat laufen. Termine sind hierfür noch nicht bekannt. Mitgeteilt von Florian Glowatz und Oliver Vogel, (Sie haben früher bei asp
Landschaftsarchitekten AG |
Wipkingerpark wird ohne Bach gebaut Tagesanzeiger Regionalteil Stadt Zürich, Sa. 10.5.08
| Eigentlich hätte
in diesen Tagen der neue Wipkingerpark eingeweiht werden müssen. Doch ein
kleiner Bach und ein grosses Bauprojekt sorgen für eine Verzögerung von
einem Jahr. Von Philipp Albrecht Im April 2007 informierte Grün Stadt Zürich die
Quartierbevölkerung im Gemeinschaftszentrum Wipkingen über die zweite
Bauetappe des Wipkingerparks. Die prägnanten Punkte des Projekts:
Tiergerechtere Stallungen, ein grosszügiges Eingangsportal und der kleine
Wolfgrimbach, der durch den Park und von dort in die Limmat fliessen sollte.
Im Herbst 2007 sollten die Bauarbeiten beginnen und im Mai 2008 alles fertig
sein, wenn keine Rekurse von Anwohnern kämen. Heute, ein Jahr danach, steht
der Park aber noch immer so da wie vor einem Jahr. Was ist passiert? Bach wäre durch Garage geflossen Doch damals rechnete noch niemand mit den
Konsequenzen, die ein
Bauprojekt der Baugenossenschaft Denzlerstrasse (BDZ)
auf den
Bachverlauf haben würde. Von 2009 bis 2012 wird die Genossenschaft
unmittelbar oberhalb des Wipkingerparks zwischen Höngger- und
Breitensteinstrasse sechs achtstöckige Häuser mit 180 Wohnungen und
dreieckigen Grundrissen bauen. Genau dort, wo der Bach durchfliessen
sollte. |
gung und Recycling Zürich
(ERZ) zuständig. ERZ verhandelte schliesslich mit der Baugenossenschaft über
den Bachverlauf. «Ein oberirdischer Verlauf wäre unmöglich gewesen, weil wir
nicht zuletzt aus baugesetzlichen Gründen eine grosse Tiefgarage für die
Überbauung brauchen», sagt Beat Schwarz, Präsident der BDZ. Und eine
Umleitung sei aus Kostengründen nicht machbar. Ebenso wenig wäre ein
unterirdischer Verlauf in Frage gekommen, auch wenn sich die
Baugenossenschaft finanziell daran beteiligt hätte. Dagegen stemmte sich
nämlich die Wasserbauabteilung des Kantons. Noch ein Akteur.
Der Kanton darf in diesem Fall mitreden, weil es sich - selbst bei dem kleinen Bach - um ein öffentliches Gewässer handelt. «Es gab sogar noch den Vorschlag, den Bach durch eines der sechs Gebäude zu führen», sagt Harry Köhler, Geschäftsbereichsleiter Entwässerung ERZ. Doch das war weder für ERZ noch für den Kanton eine zufriedenstellende Lösung. Köhler hat Verständnis für die Intervention des Kantons gegen den unterirdischen Verlauf, schliesslich wäre die Lösung auch nicht im Sinne des städtischen Bachkonzepts. Die Stadt will an der Offenlegung des Wolfgrimbachs festhalten - dessen Bachbett kann jedoch nicht wie geplant durch den Wipkingerpark führen, sondern müsste an einem anderen Ort verlaufen. Obwohl die Offenlegung eines Baches «ein Prozess ist, der viel Zeit braucht», möchte Kohler nicht noch zwei Jahre warten, bis eine Lösung gefunden wird.
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Quartiervereinspräsident
protestiert Mit einem Jahr Verspätung soll nun im Herbst mit der zweiten Bauetappe des Wipkingerparkes begonnen werden -ohne Bach. Ulrich Ammann von Grün Stadt Zürich sprach zwar vor einem Jahr an der Infoveranstaltung im GZ Wipkingen nicht davon, dass der Bach durch den Park mit hundertprozentiger Sicherheit zu Stande komme. Dennoch rechnete er nicht mit einer Absage. Amman bedauert den definitiven Entscheid von ERZ: «Der Bach wäre ein sehr attraktives Element des Parks gewesen.» Die Anlage sei aber auch so genug attraktiv, solche Entscheide müsse man halt akzeptieren. Ganz und gar nicht dieser Meinung ist Beni Weder,
Präsident des Quartiervereins Wipkingen: «Das ist völlig inakzeptabel.»
Der Entscheid von ERZ verwirre
ihn, nicht zuletzt, weil sich der Quartierverein schon früh für eine
Offenlegung des Baches ausgesprochen hatte. Man habe von Beat Schwarz
positive Signale diesbezüglich erhalten. Für Weder ist «ganz klar etwas faul
an der Sache». Er will sich dafür einsetzen, dass der Wolfgrimbach dereinst
doch noch durch den Wipkingerpark führt. |